radiohörer - der blog für das andere radio
Mittwoch, 20. August 2014
Es regt sich Widerstand ... endlich !
geniallokal
Auf der Plattform "Geniallokal", die zunächst die Angebote von rund 600 unabhängigen Buchhändlern umfassen soll, können Kunden online einsehen, in welcher Buchhandlung in ihrer Nähe ein von ihnen gewünschtes Buch verfügbar ist. Dies kündigten die Macher des neuen Portals, die größte deutsche unabhängige Händlergenossenschaft eBuch, an. Je nach Bedarf können die Kunden es dann bestellen, selber abholen oder es sich kostenfrei an eine Wunschadresse liefern lassen. Wird bei der Suche keine Wunschbuchhandlung genannt, wählt das System den nächstgelegenen Händler aus.
log-os
Der digitale Buchmarkt wird aktuell von einzelnen Anbietern wie Amazon dominiert, die auf geschlossene, untereinander nicht kompatible technische »Ökosysteme« setzen. Eine Mitnahme der dort gekauften eBooks oder gar der eigenen Daten wie Lesezeichen, Anmerkungen oder Rezensionen zu anderen Anbietern ist nicht möglich.
Wir wollen mit LOG.OS eine offene, unabhängige Plattform aufbauen, die nicht auf Verdrängung und Inkompatibilität, sondern auf Kooperation und Kompatibilität setzt. Wir wollen, dass jeder Nutzer die volle Kontrolle über die eigenen Daten behält.
Wir sind fest davon überzeugt, dass durch die kollektive Nutzung digitaler Texte (Stichwort »Social Reading«) ein Kontext aus zusätzlichen Daten entsteht, der sehr viel wertvoller ist als die Summe seiner Teile.
Der so entstehende Wissens- und Datenschatz sollte keiner einzelnen Firma gehören, sondern der Gesellschaft – deshalb soll LOG.OS im Kern durch eine gemeinnützige Stiftung getragen werden.

link (0 Kommentare)   kommentieren

Swing Easy! : „Satch and Josh“: William „Count“ Basie zu seinem 110. Geburtstag heute um 21.05Uhr auf WDR4
Sein Gefühl für das richtige Tempo war unglaublich. Niemand konnte so gut die richtige Geschwindigkeit für ein Stück der Band vorgeben und die Maschinerie des Jazz in Gang setzen wie der Mann, den seine Kollegen „den Grafen“ nannten.
Weltbekannte Bigband
Durch seine Mutter hatte er einst Klavier spielen gelernt, dann die Schule abgebrochen und wie Fats Waller und Stephane Grappelli zu Stummfilmen in Kinos gespielt, bevor er nach Kansas City zog und die alte Bennie Moten-Band zu seinem Orchester umbaute. Seine weltbekannte Bigband ist auch Leuten, die sonst kaum Jazz hören, ein Begriff. Aber kennen Sie auch die kleinen Ensembles, in denen Count Basie vom Klavier aus das Geschehen leitete? Angefangen mit dem wunderbaren Team, das er seine „All-American Rhythm Section“ nannte. Dann kamen, als er seine Bigband aus finanziellen Gründen zeitweilig auflösen musste, die fantastischen Platten mit den verschiedenen Versionen der Kansas City 6 und Kansas City 7. Und später für Pablo Records die tollen Alben für zwei Klaviere mit seinem Freund Oscar Peterson.
mit Karl Lippegaus

link

Samstag, 16. August 2014
Zeit zum lesen .... 3
Mal ganz ehrlich, wer wusste davon, dass im 2.Weltkrieg Shanghai eines der letzten Schlupflöcher für die Juden war, welche aus Deutschland fliehen mussten ???
Ich nicht.
Umso erstaunter war ich, als ich von den Geschichten und Schicksalen dieser Menschen erfahren habe.
Es waren 15.000 Juden die den Weg dorthin fanden und nur 650 traten 1946 die Rückreise an. Das Leben im Exil, vor allem in dem von den japanischen Besetzern errichteten Ghetto im Shanghaier Stadtteil Hongkou, war oftmals menschenunwürdig, radikal und von vielen Entbehrungen geprägt.
Ich habe 2 Romane dazu ausgewählt:
Ursula Krechel: Shanghai fern von wo
„Shanghai am Vorabend des Zweiten Weltkriegs. Für Tausende Juden ist es das letzte Schlupfloch. Sie kamen ohne Visum und Illusionen mit einem Koffer und zehn Reichsmark in der Tasche: Anwälte, Handwerker, Kunsthistoriker, und wenn sie in dieser überfüllten Stadt und dem feucht drückenden Klima zurechtkommen wollten, dann waren Erfindungsgabe und Tatkraft gefordert. Ursula Krechels bewegender Roman erzählt von Menschen, die versuchen, das Überleben zu lernen.“
"Was für ein Roman! Zu einem breiten Panorama gefächert, lässt Ursula Krechel Menschen, die 1938 in letzter Not von Europa nach Asien flüchteten, zu Wort kommen: "Shanghai fern von wo" - ein berührendes Requiem für Emigranten." -- Die Presse
"Ein großer literarischer Wurf." -- Die Rheinpfalz
"Ursula Krechel hat einen großen, vielstimmigen und wichtigen Roman geschrieben." -- Rheinische Post


Angel Wagenstein: Leb wohl, Shanghai
„Kurz vor Ausbruch des 2. Weltkriegs können sich das Musikerehepaar Elisabeth und Theodor Weisberg und die junge Schauspielerin Hilde Braun aus Deutschland nach Shanghai retten. Zu jener Zeit ist diese Stadt ein Ort der Extreme: Märchenhafter Reichtum existiert neben bitterstem Elend, schreckliches Leid neben ausgelassenem Vergnügen. Die jüdischen Flüchtlinge müssen entweder hungern oder sich mit einem improvisierten Leben jenseits von Glanz und Ruhm arrangieren. Untergebracht in einem Massenschlafsaal verliert Elisabeth Weisberg fast den Verstand. Hilde Braun hingegen wird, weil sie 'arisch' aussieht, Sekretärin bei der deutschen Botschaft. Als sie geheime Informationen aus Berlin an den Widerstand weiterleitet, begibt sie sich in Lebensgefahr ...“
Im übrigen ist dieser Roman aus der Edition Elke Heidenreich und diese Edition allein reicht für viele Folgen der Reihe: Zeit zum lesen ...

link

Freitag, 15. August 2014
Radionacht Klanghorizonte am 16.8.2014 ab 01.05 bis 04.00Uhr anschließend: Milesstones ab 04.05Uhr, auf Deutschlandfunk
Neuland 01.05 - 02.00Uhr :
Emanuele de Raymondi, Morten Qvenild u.a.
Zeitreise 02.05 - 03.00Uhr :
Gary Burton, Dieter Moebius u.a
Nahaufnahme 03.05 - 04.00Uhr :
"Räume des Verschwindens" - das "Ambient Music"-Label "12k"
Live im Studio: Michael Engelbrecht
weitere info's
danach 04.05 - 05.00Uhr:
Milestones:
„Flute Fever“ – Das Plattendebüt von Jeremy Steig (1963)
Mit Karl Lippegaus

link

Dienstag, 12. August 2014
Robin Williams
(* 21. Juli 1951 in Chicago, Illinois; † 11. August 2014 bei Tiburon, Marin County, Kalifornien)
UNFASSBAR !!!

Nachruf Spiegel Online
Nachruf FAZ
Nachruf Die Zeit

link (0 Kommentare)   kommentieren

Montag, 11. August 2014
BÜCHERKRIEG: 909 Autoren gegen Amazon
Von Frank Patalong, Spiegel Online

Lange hielt man Amazon-Chef Jeff Bezos für eine Art Robin Hood der Buchwelt. Jetzt wenden sich 909 US-Autoren öffentlich gegen das Unternehmen. Amazons Image ist im Sturzflug.

Amazon-Chef Jeff Bezos erwartet Post, wenn auch unerfreuliche: Die Sonntagsausgabe der "New York Times" wird einen ganzseitigen offenen Brief an ihn und sein Unternehmen Amazon enthalten, in dem schwere Vorwürfe zu lesen sind. 2,4 Millionen Käufer der Zeitung (Digitalverkauf inklusive) werden darin erfahren, wie Amazon Verlage unter Druck setze und Autoren schade. Unterzeichnet ist das Protestschreiben von 909 Autoren, von denen viele zu den Dauergästen auf den literarischen Bestsellerlisten zählen - auch bei Amazon.
Verfasst wurde das Protestschreiben von Thrillerautor Douglas Preston. Dessen Bücher erscheinen in den USA bei einem Tochterverlag des Unternehmens Hachette, was Preston zum Leidtragenden eines seit Monaten öffentlich ausgefochtenen Streits machte: Weil Hachette es ablehnte, sich darauf einzulassen, mehr Geld vom Verkaufspreis von E-Books an Amazon Chart zeigen abzutreten, behinderte Amazon die Auslieferung von Hachette-Büchern.
weiter lesen ...

Übrigens - Ich kaufe keine Bücher, DVD's oder CD's bei Amazon mehr !!!
Macht mit und stärkt eure lokalen Läden und Händler!!!

link (2 Kommentare)   kommentieren

Sonntag, 10. August 2014
Das Streiflicht
©Sueddeutsche Zeitung Nr. 182
Früher nahmen wir Deutsche in den Italien-Urlaub neben Konservenbüchsen
vor allem drei Dinge mit: Pumpernickel, weil der Ausländer nun mal nichts vom
Brotbacken versteht, Bohnenkaffee – man sagte Bohnenkaffee, da der Kriegsgeneration noch der Ersatzkaffee ein traumatischer Erinnerung war und der Italiener einen mit seiner im Puppentässchen servierten „Expresso“-Brühe schon beim Frühstück übers Ohr hauen wollte. Und einen Taschenrechner, um die Lira gleich an Ort und Stelle in DM umzurechnen, man konnte ja nie wissen. So saß man dann da,
gewappnet gegen die Zumutungen der Fremde, auf dem Campingplatz bei Dosenravioli, Schwarzbrot und saurem Kaffee und gratulierte sich zu Weltläufigkeit und mediterraner Lebensart. Man wollte eben, dass alles so ist wie zu Hause, aber mit besserem Wetter. Denn auch wenn Südländer vom Brotbacken, Kaffeerösten und Rechnen keine Ahnung haben – wie man faul in der Sonne herum - liegt, damit kennen sie sich aus. Tagsüber ging also mit Italien so weit alles in Ordnung. Nur nachts, da betrogen sie einen dann eben doch mit ihren fipsigen Schaumstoffrollen und diesen von dünnen Bettlaken umhüllten Kratzdecken. Denn beim Thema Nachtruhe und Schlafkultur, da hatten wir Deutsche immer schon die Nase vorn, Weltmeister im Kissenstopfen. Ohne ein richtig schön schweres Federbett tun wir kein Auge zu. Und viele von uns brauchen nicht nur ein Kissen, sondern noch ein zweites, kleineres, das man in Norddeutschland Fritzchen nennt. Über die Herkunft dieses Namens wird viel spekuliert. Manche sagen, er ginge auf den Preußenkönig Friedrich den Großen zurück, erinnere doch ein anständiges deutsches Paradekissen mit seiner per Handkantenschlag erzeugten Falte an Friedrichs Dreispitz. Wahrscheinlicher ist jedoch, dass das kleine Kissen in Kriegszeiten den abwesenden Mann vertrat, als Umarmungsersatz. Die Schauspielerin Christine Neubauer gestand einmal, ohne ihr Kissen fahre sie nicht in den Urlaub. Und damit liegt sie im Trend. Obwohl wir viele Vorurteile abgelegt haben und inzwischen Olivenöl nicht mehr für etwas halten, womit man den Dieselmotor abschmiert, hat eine repräsentative Umfrage ergeben, dass jeder vierte Deutsche im Urlaub sich heftig nach seinem eigenen Bettzeug von zu Hause sehnt. Noch schmerzlicher wird lediglich sperriges Kamerazubehör wie Stative, Blitzgeräte oder Teleobjektive vermisst. Erst an dritter Stelle werden Haustiere genannt, die oft aus Platzgründen zurückgelassen werden müssen. Was lernen wir daraus? Sich nach einem gezielten Handkantenschlag auf einer Kaltschaummatratze in Löffelchenstellung innig an das geliebte Teleskopstativ zu schmiegen – das kann uns Deutsche über manches hinweg trösten.
Sogar über den Urlaub.

link

Zeit zum lesen... 2
Die gestrige Ausgabe der Süddeutschen Zeitung ist für mich ein Paradebeispiel für eine hochwertige Zeitung.
Mit dem 'Streiflicht' zaubert man sich schon das erste Lächeln auf's Gemüt.
Später kann man sich dann entscheiden ob man gleich zum Feuilleton springt, um dort zu erfahren, warum sich der Autor Jon Fosse vom Theater zurück zieht.
Oder liest die Gedanken von Susan Vahabzadeh über die Filmstars von gestern und heute und was das für das Kino von heute bedeutet. Ausserdem wird das Tagebuch von Sarah Stricker fortgesetzt, welche ihre Eindrücke aus Israel schildert.
Oder man widmet sich gleich der 'Wochenende Ausgabe'(für mich immer das Highlight) und erfährt etwas über unsere Seele, den Schauspieler Peter Simonischek, den Eisbären im Tierpark Hellabrunn oder von den Fotografien des Clark Litle.
Wem dass noch nicht genug ist, der kann etwas über den Freiwasserschwimmer Thomas Kurz lesen oder erfahren wie Herr Gauweiler tickt...
Themen wie Ebola, IS und und und... sind inklusive.
ALSO, gleich einen Spaziergang zum Bahnhof machen, oder wo ihr sonst noch Zeitungen bekommt, und Euch diese Ausgabe der Süddeutschen kaufen.
Zeit zum lesen vorausgesetzt....

link

Freitag, 8. August 2014
ANSCHAUEN !!!
Diese DVD kann bei JPC nur noch heute ohne Versandkosten bestellt werden ...

Charles Lloyd: Arrows Into Infinity - Trailer from Dorothy Darr on Vimeo.

link

Montag, 4. August 2014

Solstice from STURGEFILM on Vimeo.

link

Freitag, 1. August 2014
Zeit zum Lesen ....
Hallo zusammen!
Die Urlaubszeit ist für viele eine Zeit des Lesens.
Mittlerweile kann man ja ganze Bibliotheken mitnehmen, ohne sich zu verheben.
Ob man dafür auch die entsprechende Zeit hat, ist eine andere Frage.
Das lesen der 'Zeit' und der 'Süddeutschen Zeitung' ist immer sehr lohnend, aber auch sehr zeitaufwendig.
Je nachdem, was man für Interessen hat.
Und habt Ihr schon mal versucht 'Die Zeit' in der Bahn zu lesen?
Man braucht schon einen sehr toleranten Menschen, der es akzeptiert, das man den ganzen Tisch braucht...
Gar nicht so einfach, das ganze...

Hier und heute habe ich allerdings einen weniger aufwendigen Tipp für euch.
Karl Lippegaus schreibt seit einiger Zeit für die Seite des NRWJAZZ.NET ein Jazz Tagebuch.
Oder besser Diary of Jazz.
Hier gibt es Texte zu seinen Sendungen und aktuelle Themen.
Gedanken zu Donald Fagen, Jon Hassell und anderen.
Und dann ist da noch sein Buch: Die Stille im Kopf
Das es jetzt als EBook gibt, dazu kommen noch als Bonus Interviews, die es nicht im Buch gibt. Das Buch ist im übrigen seit Jahren vergriffen ...
Also dann... Zeit zum lesen.

link (0 Kommentare)   kommentieren

Montag, 28. Juli 2014
Radiotipps für den 29.7. / 30.7. / 31.7. / und den 1.8. + 2.8.2014
Hallo zusammen !

Und das sind jetzt erst einmal die letzten Radiotipps vor meinen Urlaub ...
Das Programm ist sehr übersichtlich, was nicht heißen soll,
das gar nichts interessantes kommt ...
Man braucht dafür bloß nicht mehrere Ohren !
Viel spass dabei und eine schöne Zeit noch ... !"

29.7.2014
30.7.2014
31.7.2014
1.8. + 2.8.2014

link