radiohörer - der blog für radiofans
Donnerstag, 19. Januar 2017
"Jonathan Richman & The Modern Lovers"
Konzertmitschnitt vom 3. Juni 1985, Schauburg, Bremen
Der amerikanische Singer/Songwriter gilt als Wegbereiter des Punk und Anti-Folk und war Gründer und Frontmann der Band "The Modern Lovers".
Bekannt ist er vor allem für ein Instrumental: den "Egyptian Reggae", 1977 ein Chart-Hit für Jonathan Richman. Zu seinen populärsten Nummern gehört auch das rockende "Roadrunner" aus jenen Jahren, als er eingefleischter Velvet Underground-Anhänger war. Beide Stücke sind relativ untypisch für das, was das Schaffen des US-Amerikaners über die Jahre vor allem ausgemacht hat.

Jonathan Richman steht für charmante, manchmal entwaffnend naive Retro-Poprock-Songs. Darin nimmt er vorzugsweise die Pose des unbekümmerten, unschuldigen, hoffnungslos romantischen Typen ein, der nicht erwachsen werden will bzw. kann. Bei der Umsetzung überwiegt ein puristischer Vintage-Ansatz, frei von stilistischen Kapriolen und produktionstechnischen Mätzchen. So stellte er sich auch in der Bremer Schauburg vor, zur Freude seiner zahlreichen Fans.
Jonathan Richman & The Modern Lovers

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Montag, 16. Januar 2017
"Rocanrolorama" - Der französisch-katalanische Musiker Pascal Comelade

vorgestellt von Karl Lippegaus

http://xb187.xb1.serverdomain.org/radio/musik/Rocanrolorama.mp3

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Weekend Festival #6: Kurt Wagner "Flotus Movements" + The Julie Ruin + Slapp Happy (w / faUSt) + Surface To Air Missive

Alte Helden und junge Vertreter zeitgenössischer Indie-Sounds: Das Weekend Festival wagt auch in seiner 6. Ausgabe den Spagat zwischen Tradition und Gegenwartsmusik. - Mit Slapp Happy (w/ faUSt), Kurt Wagner, The Julie Ruin und Surface to Air Missive.

Mit Raphael Smarzoch

Mit Slapp Happy (w/ faUSt), Kurt Wagner, The Julie Ruin und Surface to Air Missive. Slapp Happy gründeten sich 1972 mit der Absicht, Popmusik zu spielen, die eigentlich gar keine sein sollte. Das Resultat: experimentelle Songs zwischen Folk und Chanson, angereichert mit einer Prise Prog, ausgeklügelten Arrangements aus der Feder von Anthony Moore und Peter Blegvad und dem kristallklaren Gesang Dagmar Krauses. Live wird das Trio von den Krautrockern von Faust begleitet, die auch schon auf ihren ersten beiden Alben mitspielten. Kurt Wagner war als Mastermind von Lambchop bislang für alternative Country-Sounds bekannt. Jetzt bastelt er an elektronischen Versuchsanordnungen und bearbeitet seine rauchige Stimme mit Vocodern und Auto-Tune Effekten. Auf der Bühne remixt er sein neues Album „Flotus“ zusammen mit Kölner Musikern. Zu Besuch ist auch Riot-Grrrl-Ikone, Bikini-Kill- und Le-Tigre-Sängerin Kathleen Hanna mit ihrer neuen Band The Julie Ruin. „Hit Reset“ ist das zweite Album des Quintetts und das wohl persönlichste Werk der Sängerin. Akustische Reminiszenzen an die glorreichen Tage des Psychedelic Rock zwischen rauschenden Verstärkerröhren und ausladenden Gitarrensoli gibt es von der Band Surface to Air Missive zu hören.

http://xb187.xb1.serverdomain.org/radio/musik/WeekendFestival#6.mp3

Kurt Wagner ’Flotus Movements’

The Julie Ruin

Slapp Happy (w/ faUSt)

Surface To Air Missive

Aufnahmen vom 26. November 2016 aus der Stadthalle Köln-Mülheim

© WDR 3, Open Sounds, 14.1.2017

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Sonntag, 15. Januar 2017
Mitschnitte ... Mal wieder ...
Hallo zusammen !

Es freut mich sehr, dass die neuen Möglichkeiten einen großen Zuspruch finden.
Mittlerweile ist die Kapazität meines Servers auch schon an seine Grenzen angelangt.
Das Austauschen der Dateien von Flac auf MP3 hift da nur begrenzt. So werde ich wieder anfangen, die Flac's auf Deposit hochzuladen. So das Ihr die Wahl zwischen diesen beiden Formaten habt.
Das wird so nach und nach passieren.
Ich möchte mich hier auch bei all jenen bedanken, die mir mit Ihren Mitschnitten helfen.
Das bringt mir sehr viel !
Also Danke an Rainer und Detlef !
Das sich unser Netzwerk von Radiohörern so bewährt hat und das über die vielen Jahre, ist eine tolle Sache.
Denn nicht jeder Mitschnitt gelingt. Da sind die Tücken der Technik, der Software und und...
Und wen dann eine Sendung gesucht wird, kann auch oft (nicht immer) geholfen werden !
DANKE !
Ich habe heute die Zeit genutzt um einige ältere und aktuelle Mitschnitte online zu stellen.
Also müsst Ihr etwas scrollen ..... Viel spass beim anhören !!!!

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Cohensome Heroes in Dresden
Mit viel Liebe zum Detail hat der Leipziger Musiker Manfred Wagenbreth vertraute wie weniger bekannte Lieder des kanadischen Singer/Songwriters Leonard Cohen nachgedichtet und neu interpretiert. Heraus kam das Programm "Cohensome Heroes", das er 2010 in Dresden aufführte. Wir wiederholen die Sendung als Hommage an den 2016 verstorbenen Musiker.
Am Mikrofon: Thekla Jahn
"Ich glaube es gibt für jede Art von Musik und auch für Interpreten ein bestimmtes Zeitfenster, in dem sie richtig deckungsgleich mit dem Zeitgeist liegen. Da kam eben in einer Zeit, als Gitarren laut lärmten und stellenweise auch einigermaßen gepflegter Schwachsinn in den Texten verbreitet wurde, da kam dieser Mann und stellte sich hin und erzählte mit seiner tiefen Stimme, die niemand auf der ganzen Welt nachmachen kann , großartige Sachen, erzählte von sich, und die Leute waren hingerissen von ihm."
Manfred Wagenbreth, Musiker, Texter, Übersetzer – unter anderem von Leonard Cohen Songs - über den am 7. November 2016 verstorbenen Musiker und Poeten Leonard Cohen...
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Cohensome Heroes in Dresden

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"Louis Hayes - Junior Cook Quintet"
Konzertmitschnitt vom 5. April 1976, Jazzclub Ostertor, Bremen
Begegnung in den 50er Jahren
Drummer Louis Hayes und Saxofonist Junior Cook waren sich erstmals in den späten fünfziger Jahren begegnet. Damals gehörten sie dem Quintett von Hardbop-Meister Horace Silver an. Beide gaben alsbald unabhängig voneinander ihr Debüt als Leader. Die Karriere von Louis Hayes ist gespickt mit großen Namen. Nachdem er schon als Youngster Aufnahmen mit Größen wie John Coltrane und Yusef Lateef gemacht hatte, spielte er unter anderem in den Bands von Cannonball Adderley und Oscar Peterson.

In den späten sechziger Jahren emanzipierte sich Hayes endgültig als Bandleader. Aus einer seiner Gruppen ging das gemeinsame Quintett mit Junior Cook hervor, eine Hardbop-Working-Band par excellence. Trompete: Woody Shaw, damals bereits auf dem Weg in eine Solokarriere. Zwei Jahre später kehrte Shaw erstmals mit eigener Gruppe nach Bremen zurück.
Louis Hayes - Junior Cook Quintet

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"Julia Holter & Strings" Jazzfest Berlin 2016
Haus der Berliner Festspiele
Aufzeichnung vom 04.11.2016

Die amerikanische Sängerin und Multi-Instrumentalistin Julia Holter ist spätestens seit ihrem vielfach gefeierten Album "Have you in my wilderness" kein Geheimtipp mehr. Eine besondere Herausforderung war es für sie allerdings beim Jazzfest in Berlin aufzutreten und ihre Songs für ein Streichquartett neu zu arrangieren. Das Experiment ging auf!

Julia Holter wurde 1984 in Los Angeles geboren. Sie hat neben Klavier auch Orgel, Cembalo und Schlagzeug studiert und hat 2011 ihr erstes Album unter eigenem Namen veröffentlicht.

In einem Interview mit dem "Guardian" hat Julia Holter mal gesagt, sie fände es immer wieder überraschend, mit ihrer Musik auf Zustimmung zu stoßen. Denn eigentlich würde sie sich als Künstlerin wie eine Irre fühlen, die mit sich selbst spricht. "Wenn man Musik produziert, ist man sehr isoliert und auf sich allein gestellt. Erst viel später bekommt die Musik eine Wertigkeit und wird im günstigsten Fall für gut befunden. Das fühlt sich dann tatsächlich komisch an. Nicht verrückt im eigentlichen Sinne, aber einfach ein bisschen schräg".

Julia Holter gastierte beim Jazzfest Berlin im "Haus der Berliner Festspiele" mit einem eigens für diesen Anlass zusammen gestellten Ensemble. Sie ergänzte ihre Stammband um einige Streicher aus der Berliner Szene und versuchte auch sich auf das Jazz-Umfeld einzulassen. Allerdings sieht sich Holter nicht als Jazzmusikerin. Sie sagt: "Aber wenn mich ein Jazzfestival einlädt, dann versuche ich die Leute neugierig zu machen! Das Jazz-Publikum ist ja nicht immer ein ganz Leichtes. Es muss vielleicht auch erstmal davon überzeugt werden, warum jemand wie ich bei ihnen auftreten darf."
Julia Holter & Strings:
Julia Holter, Keyboard, Gesang
Devin Hoff, Bass
Corey Fogel, Schlagzeug, Gesang
Dina Maccabee, Viola, Gesang
Danny Meyer, Saxofon
Ayumi Paul, Geige
Andreas Voss, Cello

Julia Holter & Strings

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Jazzfacts Neues von der Improvisierten Musik vom 12.1.2017
Von Odilo Clausnitzer

Das 26. Jazzfestival Münster: Ein Rückblick

Jazz mit großer Perücke: Das sinfonische Orchersterprojekt „The Big Wig“ des Sängers Andreas Schaerer

Der Jazzmusiker als Filmheld: Das neue Hollywood-Musical „La La Land“

Neue CDs von Morten Schantz, Colin Vallon, Theo Bleckmann und Niels Klein
Jazzfacts vom 12.1.2017

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"Am Puls des Jazz" Porträt des Schlagzeugers Jochen Rückert
Von Thomas Loewner
Jochen Rückert hatte schon früh klare Vorstellungen von seiner musikalischen Karriere. Bereits 1995 - er war noch nicht einmal 20 Jahre alt - stand für den aus Köln stammenden Schlagzeuger fest, dass Deutschland in musikalischer Hinsicht nicht der richtige Ort für ihn sei - und das, obwohl es gerade anfing, gut für ihn zu laufen. So begann damals etwa seine bis heute andauernde Zusammenarbeit mit dem Posaunisten Nils Wogram. Trotzdem zog es Rückert nach New York. Die ersten zwei Jahre pendelte er noch zwischen den USA und Deutschland hin und her. Als aber alle Visafragen geklärt waren und er regelmäßig Jobs im Big Apple angeboten bekam, ließ er sich dort endgültig nieder. Inzwischen hat Jochen Rückert die amerikanische Staatsbürgerschaft und ist bestens vernetzt in der New Yorker Szene. Namhafte Kollegen wie Marc Copland, Kurt Rosenwinkel oder Mark Turner schätzen Rückerts präzises und zugleich variantenreiches Spiel. Seit einigen Jahren leitet er auch sein eigenes Quartett, für das er sämtliche Kompositionen schreibt. Den Kontakt in die alte Heimat hat er übrigens nie abreißen lassen: Regelmäßig kehrt Jochen Rückert für Konzerte und Aufnahmesessions nach Deutschland zurück.
Jochen Rückert

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Die deutschen All Stars 1963 u. a. mit dem Albert Mangelsdorff-Hans Koller-Septett und dem Michael Naura-Quintett

Jazz-Polls haben eine lange Tradition - und das nicht nur in den USA. Auch in Deutschland wählen Kritiker und Leser bekannter Jazzpublikationen Jahr für Jahr ihre Lieblingsmusiker und -bands. So auch 1963.

Von Thomas Loewner

Die Besonderheit dieses Jahrgangs war, dass Fachleute und Fans in den meisten Kategorien zu den gleichen Ergebnissen kamen - angesichts von so viel Übereinstimmung lud die damalige SWF Jazz-Redaktion die gewählten Musiker für eine Fernsehproduktion nach Baden-Baden ein, um sie einem breiten Publikum vorzustellen. Unter den Musikern waren die Pioniere des modernen deutschen Jazz fast vollzählig vertreten: Albert und Emil Mangelsdorff, Rolf Kühn, Hans Koller, Michael Naura, Wolfgang Schlüter oder Peter Trunk. In der heutigen SWR2 Jazz Session gibt es Höhepunkte dieser hochkarätig besetzten Produktion zu hören. (Produktion 2012)

http://xb187.xb1.serverdomain.org/radio/musik/AlbertHans.mp3

Albert Mangelsdorff: Studie für Posaune
Albert Mangelsdorff, Posaune
Peter Trunk, Bass
 
Joki Freund: aus: Anything else (mit Ansage), Anything else
All Star Group
Conny Jackel, Trompete
Albert Mangelsdorff, Posaune
Emil Mangelsdorff, Altsaxophon
Hans Koller, Tenorsaxophon
Rolf Kühn, Klarinette
Gerald "Gerry" Weinkopf, Flöte
Helmut Brandt, Baritonsaxophon
Wolfgang Schlüter, Vibraphon
Horst Jankowski, Piano
Peter Trunk, Bass
Joe Nay, Schlagzeug

Jackie McLean: Dr. Jekyll
Michael Naura Quintett
Michael Naura, Piano
Peter Reinke, Altsaxophon
Wolfgang Schlüter, Vibraphon
Wolfgang Luschert, Bass

N. N.: Jazz me Blue
Düsseldorfer Feetwarmers

Joki Freund: Gerti
All Star Sax Group:
Emil Mangelsdorff, Altsaxophon
Hans Koller, Tenorsaxophon
Joki Freund, Tenorsaxophon
Klaus Doldinger, Tenorsaxophon
Helmut Brandt, Baritonsaxophon
Wolfgang Schlüter,Vibraphon
Michael Naura, Piano
Peter Trunk, Bass
Joe Nay, Schlagzeug

Thelonious Monk, Charles Melvin "Cootie" Williams: Round midnight (aka: Round about midnight)
Michael Naura Quintett & Inge Brandenburg
Inge Brandenburg, Gesang
Michael Naura, Piano
Peter Reinke, Altsaxophon
Wolfgang Schlüter, Vibraphon
Wolfgang Luschert, Bass
Joe Nay, Schlagzeug

William Christopher Handy: Careless love Blues
Klaus Doldinger Quartett & Knut Kiesewetter

Attila Zoller: Hedwigs Lied, aus: Das Brot der frühen Jahre. Film
Attila Zoller

Joki Freund: Freund Point
Joki Freund-Quintett
Joki Freund, Tenorsaxophon
Emil Mangelsdorff, Altsaxophon
Albert Mangelsdorff, Posaune
Karl Sanner, Schlagzeug
Harry Schell, Bass

N. N.: Ack Värmeland du sköna
Michael Naura, Piano
Klaus Marmulla, Altsaxophon
Wolfgang Schlüter, Vibraphon

Joki Freund: Madame B.
All Star Group:
Conny Jackel, Trompete
Albert Mangelsdorff, Posaune
Emil Mangelsdorff, Altsaxophon
Hans Koller, Tenorsaxophon
Rolf Kühn, Klarinette
Gerald "Gerry" Weinkopf, Flöte
Joki Freund, Sopransaxophon
Helmut Brandt, Baritonsaxophon
Wolfgang Schlüter, Vibraphon
Ingfried Hoffmann, Orgel
Peter Trunk, Bass
Joe Nay, Schlagzeug

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