radiohörer - der blog für radiofans
Montag, 20. Februar 2017
Pause.... und..
Hallo zusammen !
Nach meiner Pause wird es hier die fehlenden Mitschnitte geben, also die Klanghorizonte , und und und... Etwas geduld bitte....

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Sonntag, 12. Februar 2017
"Im Irrgarten der Psyche" Die Musik in den Filmen von David Lynch Von Harry Lachner
Die Filme von David Lynch - wie "Eraserhead" oder "Blue Velvet" - spiegeln in ihrer Musik, ihrem Klang-Design diesen Zwiespalt aus falscher Heimeligkeit und verstörenden, zuweilen surrealen Gewaltausbrüchen.

Eine verlassene Industriegegend; Räume in denen es nie hell wird; etwas schreit, liegt bandagiert, windet sich. Ein Baby, aber "ich bin mir nicht sicher, ob es wirklich ein Baby ist", stammelt die Mutter des kleinen Monsters. Dann wieder: Ein junger Mann findet im Gras ein abgeschnittenes, von Insekten umwuseltes Ohr. Die Kamera zoomt näher, führt den Betrachter ins Innere einer dunklen Röhre. Am Ende erwartet uns der Albtraum einer gewalttätigen US-amerikanischen Kleinbürgerlichkeit. Die Filme von David Lynch - wie "Eraserhead" oder "Blue Velvet" - spiegeln in ihrer Musik, ihrem Klang-Design diesen Zwiespalt aus falscher Heimeligkeit und verstörenden, zuweilen surrealen Gewaltausbrüchen. Sie lenken den Blick auf eine Welt hinter der Fassade der Bürgerlichkeit, spielen mit Ängsten und unkontrollierbaren Fantasien, die oft genug in ein Gefühl völliger Klaustrophobie münden. Und von fern erklingt das sardonische Lachen eines Regisseurs, der seine Figuren immer wieder auf den Weg durch die psychische Hölle schickt.
http://xb187.xb1.serverdomain.org/radio/musik/ImIrrgartenderPsyche.mp3

Manuskript

© SWR 2, Musikpassagen, 5.2.2017

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"Freiheit für die Königin" Wie Musiker die Orgel für Improvisation, Jazz und Klangkunst neu entdecken
Kaum ein Instrument ist so sehr an seinen Standort gebunden wie die Kirchenorgel. In Kirchen finden zwar viele Jazzkonzerte statt und der Einfluss der Hammond-Orgel aus dem Kontext  amerikanischer Gospel-Kirchen ist prägend für die Entwicklung des US-amerikanischen Jazz.
Von Franziska Buhre

Doch in letzter Zeit entdecken immer mehr Improvisationsmusiker die Kirchenorgel für ihre Klangvorstellungen. Der Schweizer Pianist Stefan Rusconi kreiert mit dem Geiger Tobias Preisig ein intimes Duo zwischen Orgel und Geige, ebenso besinnlich spielt der britische Pianist Kit Downes im Duo mit dem Saxophonisten Tom Challenger. Der österreichische Klangkünstler Daniel Lercher komponiert für die Orgel im Kirchenraum eine elektroakustische Installation mit vier Lautsprechern, Chorstimmen und Gongs, das Musikerkollektiv Kulku aus Berlin spielt Orgelpfeifen aus Holz wie Blasinstrumente in einem ehemaligen Wasserspeicher mit langem Nachhall.
http://xb187.xb1.serverdomain.org/radio/musik/Orgel.mp3

© SWR 2, NOWJazz,3.2.2017
Daniel Lercher:
Missa Brevis/CD: Missa Brevis
Daniel LercherSten Sandell:
The Shadow Out Of Time Act II/CD: The Language Inside The Organ Behind The Piano
Sten SandellStefan Rusconi/Tobias Preisig:
Chantal/CD: Levitation
Stefan Rusconi/Tobias PreisigStefan Rusconi/Tobias Preisig:
Béatrice/CD: Levitation
Stefan Rusconi/Tobias PreisigKit Downes/Tom Challenger:
Apicha/CD: Vyamanikal
Kit Downes/Tom Challenger

Kit Downes/Tom Challenger:
Sa/CD: Vyamanikal
Kit Downes/Tom Challenger

Kit Downes/Tom Challenger:
Jyotir/CD: Vyamanikal
Kit Downes/Tom Challenger

Louis Thomas Hardin (Moondog):
Sand Lily/CD: A New Sound Of An Old Instrument
Fritz Storfinger/Wolfgang Schwering

Kulku:
Nach der Flut/LP: Bohemian Drips Presents
Gatis Slide/Max Gasmann/Johannes Riska/Andreas Riska

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NYC Five: Angelika Nescier-Florian Weber am Festival Unerhört (!!!)

NYC Five heisst die deutsch-amerikanische Gruppe um die eindrückliche Kölner Saxophonistin Angelika Niescier. Es ist ein Quintett, das sich die hohe Spielenergie der Leaderin zum Konzept gemacht hat.

Und vielleicht war es genau diese konstant hohe Energie, die das Set in der Roten Fabrik in Zürich z.T. etwas schwer zugänglich machte. Der heimliche Star des Abends war jedenfalls der Pianist Florian Weber, der es am besten schaffte, die komplexen Vorlagen allgemeinverständlich umzusetzen.
http://xb187.xb1.serverdomain.org/radio/musik/NYCFiveUnerhoert.mp3

NYC Five
25.11.2016, Unerhört Festival Zürich, Rote Fabrik, Clubraum
NYC FIVE:
Angelika Niescier (as),
Ralph Alessi (tp),
Florian Weber (p),
Christoph Tordini (b),
Gerald Cleaver (dr)

Playlist:
And Over 14.23 Angelika Niescier / Florian Weber NYC Five
Liquid Stone 15.28 Angelika Niescier / Florian Weber NYC Five
Invaded 12.02 Angelika Niescier / Florian Weber NYC Five
The Barn Thing 24.01 Angelika Niescier / Florian Weber NYC Five

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Mr. Tambourine Man (1/8) "Eine Annäherung an Bob Dylan" Von Siegfried Schmidt-Joos / Aktuell 1 - 6
Am 24. Mai feierte Bob Dylan seinen 75. Geburtstag.
Grund genug, den Mann zu feiern, der wie kein anderer die amerikanische Volksmusik der vergangenen 50 Jahre prägte. 1982 widmete der RIAS dem Singer und Songwriter eine Serie.
"Mr. Tambourine Man" nannte der Musikjournalist Siegfried Schmidt-Joos die Reihe.


"Mr. Tambourine Man (1/8)" Eine Annäherung an Bob Dylan
Von Siegfried Schmidt-Joos RIAS 1982

Teil 1:
Er beginnt mit einer Reportage aus Bad Segeberg - dem Auftakt einer Deutschlandtour des Musikers im Jahr 1981.
http://xb187.xb1.serverdomain.org/radio/musik/TambourineMan1.mp3
Teil 2:
Im zweiten Teil geht es um die Anfänge Dylans im heimischen Minnesota und in New York.
http://xb187.xb1.serverdomain.org/radio/musik/TambourineMan2.mp3
Teil 3:
Im dritten Teil seines Features widmet sich der Autor zunächst den ersten Platten des Künstlers, dem Motorradunfall Dylans 1966 und den Folgen sowie dem anschliessenden Wandel des Musikers vom Folksänger zum Interpreten amerikanischer Klassiker. Im Anschluss daran geht es um Dylans politische Texte.
http://xb187.xb1.serverdomain.org/radio/musik/TambourineMan3.mp3
Teil 4:
25. Juli 1965: beim Newport Folk Festival spielt Dylan elektrisch verstärkte Rockmusik. Die Welt wird eine andere - zumindest für Dylan-Fans.
Ein Jahr später, just zu dem Zeitpunkt, da sich die Texte des Künstlers vom konkret Politischen ins allgemein Menschliche und Gesellschaftliche verändern, verunglückt Dylan mit seinem Motorrad - der Anfang des Mystikers Dylan, dessen dunkle Gedanken sich fortan durch sein Werk bewegen.
http://xb187.xb1.serverdomain.org/radio/musik/TambourineMan4.mp3
Teil 5:
In der fünften Folge geht es um Dylan, den Songschreiber auf der Höhe seiner Kunst.
http://xb187.xb1.serverdomain.org/radio/musik/TambourineMan5.mp3
Teil 6:
Bob Dylan - wortkarger Star, Liedermacher, nun auch Literaturnobelpreisträger. Die Serie beschäftigt sich mit den ersten 20 Jahren seiner Karriere. In der sechsten Folge geht es um Dylan, den Dichter.
http://xb187.xb1.serverdomain.org/radio/musik/TambourineMan6.mp3
© Deutschlandradio Kultur, Aus den Archiven, RIAS 1982

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"Quest" Konzertausschnitt vom 27. Oktober 1988, Dix', Bremen
Die vier Musiker Billy Hart, Ron McClure, Richie Beirach und Dave Liebman formierten sich unter dem Bandnamen Quest. Erfahrung hatten alle Künstler in anderen Gruppen gemacht
Allstar-Formation
Die Gruppe Quest war eine Allstar-Formation des zeitgenössischen Jazz. Alle Mitglieder brachten umfangreiche Erfahrungen aus den verschiedensten Bereichen der jüngeren Jazzgeschichte mit, alle vier hatten bereits eigene Alben aufgenommen und Bands geleitet. Senior der Band war Billy Hart, schon in jungen Jahren Drummer für Jimmy Smith, McCoy Tyner, Wayne Shorter, Herbie Hancock und viele andere. Bassist Ron McClure gehörte einst dem klassischen Quartett von Charles Lloyd an. Pianist Richie Beirach und Saxophonist Dave Liebman sind seit Jahrzehnten eng verbunden.

Sie hatten sich auf der New Yorker Jazzszene der frühen siebziger Jahre getroffen. Beirach war Pianist von Liebmans Lookout Farm-Band, die Mitte der Siebziger zweimal auch in Bremen spielte. Quest wurde gleichermaßen geprägt von der individuellen Klasse der Instrumentalisten und einem wachen Sinn fürs Kollektiv.
Quest

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Samstag, 11. Februar 2017
Michael Riessler & Harry Lachner "Kryptografie" (!!!) Live vom WDR 3 Jazzfest 2017 in Gütersloh

"Kryptographie"

Notizen eines alten Mannes, der zufällig Charles Mingus hieß.

Einst voller Kraft und Energie, rastlos, unberechenbar, jähzornig und zärtlich ist er nun zur völligen Bewegungslosigkeit verdammt. Er: ein an der unheilbaren Krankheit ALS erkrankter Bassist namens Charles Mingus, gestrandet in Mexiko, ausgeliefert einer dubiosen Heilerin, deren Künsten er abwechselnd bedingungslos vertraut und in Zweifel zieht. Zwischen Hoffnung und Illusionslosigkeit, sich dem unvermeidlich nahenden Ende widersetzend, dann wieder hingebend: so widersprüchlich, fragmentarisch und sprunghaft erscheinen seine Notizen; Notizen, die allein in seinem Geist formuliert, revidiert und ständig neu kommentiert werden. Bedeutungsspuren verlieren sich in einer realen und imaginierten Vergangenheit, verbinden bis zur Ununterscheidbarkeit; schließlich bis zur Auflösung jeglicher Stringenz. Konnte die "reale" Figur Charles Mingus in ihrer fiktiven Autobiographie noch schreiben "Ich bin drei", zerfällt in "Kryptographie" auch diese dreifache Wesenheit in zahlreiche kleine (Nicht-)Identitäten. Mit welcher Figur wir es letztlich zu tun haben: wir wissen es nicht. Aber gerade in ihrer Unfassbarkeit kommt sie uns nahe.

Eine kleine Anmerkung dazu. Der WDR 3 hat zwar dieses Konzert im Radio live gesendet, allerdings nicht komplett. Also auch der komplette Abend im Konzertplayer ist identisch.
Einzig der Stream auf WDR 3 ist komplett. Deswegen auch der link zur Datei. Der Beginn ist bei ca. 2.20 h. Bis jetzt sind auch noch keine weiteren Aufführungen geplant.

Videostream, wo der Ton besser ist, kein Bild dazu !

http://xb187.xb1.serverdomain.org/radio/musik/Jazzfest2017.mp4


http://xb187.xb1.serverdomain.org/radio/musik/Kryptografie.mp3

Michael Riessler & Harry Lachner "Kryptografie"
Michael Riessler: Kornett und Bassklarinette
Enrico Melozzi: Violoncello
Marco Parisi: Seaboard
Hartmut Stanke: Schauspiel
Harry Lachner: Autor und Dramaturgie
Übertragung aus dem Theater

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Mittwoch, 8. Februar 2017
Swing Easy! „Stan the Man“ – Der Tenorsaxofonist Stan Getz

Am zweiten Februar wäre Stan Getz 90 Jahre alt geworden. Einer der größten Saxofonisten im Jazz. Mit 13 Jahren bekam er ein Saxofon geschenkt, auf dem er acht Stunden täglich übte.

Mit Karl Lippegaus

Schon als Teenager musizierte Stan Getz mit Jack Teagarden, Nat King Cole und Lionel Hampton, noch bevor die Orchesterchefs Stan Kenton und Benny Goodman auf den Wunderknaben aufmerksam wurden. Nach außen hin scheu und cool wirkend war Stanley in Wirklichkeit ein Draufgänger und bereits vor seinem 20. Lebensjahr in Alkohol- und Drogenmissbrauch verstrickt, die seine Psyche fatal veränderten.

Die Saxofon-Riege von Woody Hermans berühmter Second Herd schmiedete mit ihm den legendären Four Bothers Sound und ebnete Getz den Weg für unzählige eigene Formationen. Der Cool Jazz wurde sein wiedererkennbarer Sound. In den 1960er Jahren gelangten die Bossa Nova-Hits von Antonio Carlos Jobim in sein Repertoire und Stan Getz feierte Welterfolge mit „The Girl from Ipanema“. Seine Unberechenbarkeit, seine Launen und seine Widersprüchlichkeit provozierte seinen Freund, den Saxofonisten Zoot Sims zu dem Satz, Stan sei „a nice bunch of guys“. In seinen späteren Jahren wurde der passionierte Tennisspieler Getz ein fantastischer Balladenkünstler.

Gestorben ist er mit 64 Jahren am 6. Juni 1991. Eines seiner Enkelkinder verstreute auf eigenen Wunsch seine Asche aus Stans Saxofonkoffer vor der Küste von Marina del Rey/Kalifornien.

http://xb187.xb1.serverdomain.org/radio/musik/StGetz.mp3

Titel Interpret
Mickey's Flight Stan Getz
Four Brothers Stan Getz
Moonlight in Vermont Stan Getz
Smiles Stan Getz
Speak low Stan Getz
Night Rider Stan Getz
Liz-Anne Stan Getz
On Stage Stan Getz
Walk on by Stan Getz
Redemption Stan Getz
Chega de Saudade Stan Getz
Blood Count Stan Getz
I'll Never Be The Same Stan Getz

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"Mädchen des Waldes, Jungfrau der Nacht" Finnische Frauenpower in der Musik

An finnischer Frauenpower kommt heute niemand mehr vorbei: Schon im 19. Jahrhundert etablierten sich in der Kunstszene Malerinnen wie Helene Schjerfbeck. Und in der Opernwelt feierte die Finnin Aino Ackté weltweit Triumphe.

Von Hildburg Heider

http://xb187.xb1.serverdomain.org/radio/musik/JungfrauderNacht.mp3

Bei den Parlamentswahlen 1907 erhielten finnische Frauen das uneingeschränkte Wahlrecht, als erste in Europa. Seit den 1980er-Jahren bereichern die finnischen Ensembles "Philomela" und "Värttinä" mit ihren frischen Stimmen die internationale Folkszene. Musikerinnen entlocken Kantele und Knopfakkordeon zündende Rhythmen und zeitlos-archaische Klänge. Das Geheimnis der erfolgreichen Frauen liegt in der einzigartigen Musikausbildung, in Finnland Grundlage jeder Schulbildung. Elf Konservatorien und Musikhochschulen bereiten auf den Beruf vor, vom Jazz über die Klassik bis hin zu Weltmusik und Pop. Und das in einem Land, das so viele Einwohner zählt wie Berlin! Zum 100-jährigen Jubiläum der finnischen Unabhängigkeit nimmt MusikGlobal Kurs auf den hohen Norden.

© SWR 2 MusikGlobal,  31.1.2017

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My Favorite Discs: Charles Mingus: Tijuana Moods (Complete Edition) Mit Harry Lachner

Persönliche Lieblingsalben aus der älteren oder jüngeren Jazzgeschichte werden in der Reihe "My Favorite Discs" regelmäßig vorgestellt: von den Autorinnen und Autoren unserer SWR2-Jazzredaktion. Legendäre Klassiker oder weniger bekannte Favoriten - warum gerade ein bestimmtes Album sie so beeindruckt hat, erklären sie in dieser Sendung.

Mit Harry Lachner

http://xb187.xb1.serverdomain.org/radio/musik/Mingus.mp3

© SWR 2, Jazz Session,31.1.2017

Charles Mingus:
Dizzy Moods/CD: Tijuana Moods (Complete Edition)
Charles Mingus

Charles Mingus:
Los Mariachis/CD: Tijuana Moods (Complete Edition)
Charles Mingus

Charles Mingus:
Tijuana Gift Shop/CD: Tijuana Moods (Complete Edition)
Charles Mingus

Charles Mingus:
Ysabel's Table Dance/CD: Tijuana Moods (Complete Edition)
Charles Mingus

Ted Grouya/Edmund Anderson:
Flamingo/CD: Tijuana Moods (Complete Edition)
Charles Mingus

Charles Mingus/Lonnie Elder:
A Colloquial Dream/CD: Tijuana Moods (Complete Edition)
Charles Mingus

Charles Mingus:
Los Mariachis/CD: Tijuana Moods (Complete Edition)
Charles Mingus

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