radiohörer - der blog für radiofans
Freitag, 3. Februar 2012
Neil Young fordert digitales Vinyl-Format
Rocklegende kritisiert mangelnde Audioqualität von MP3s und CDs
"Die Soundqualität von heutigen digitalen Musikstücken ist so niedrig, dass sie die künstlerischen Absichten der Musiker untergräbt." Mit dieser kritischen Einschätzung sorgt derzeit der kanadische Rock-Superstar Neil Young http://www.neilyoung.de für Aufregung bei Plattenfirmen und Musikfans. Letztere sollten sich nicht mit "minderwertigen" Formaten wie MP3s oder CDs begnügen, sondern vielmehr die Entwicklung einer Art "Vinyl für das digitale Zeitalter" einfordern. Auch der verstorbene Apple-Boss und iTunes-Erfinder Steve Jobs hätte derartige Pläne unterstützt, so der Kultrocker.

"Der Musikmarkt hält für jeden das passende Angebot parat. Ob man sich hier für MP3, CD oder Vinyl entscheidet, ist letztendlich Geschmackssache", erklärt Thomas Böhm, Sprecher des Verbandes der Österreichischen Musikwirtschaft http://www.ifpi.at , gegenüber pressetext. Für den durchschnittlichen Hörer reiche die Qualität digitaler Formate auf alle Fälle aus. Vinyl sei hingegen besonders für audiophile User interessant. "Die Entwicklung eines digitalen Schallplatten-Pendants halte ich für eine prinzipiell sinnvolle Idee. Wenn die Musikfans das wünschen, wird die Musikwirtschaft dies auch ernstnehmen", so Böhm.

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