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Dienstag, 7. Februar 2012
"Swing easy!" am 08. Februar 2012, 21.05 - 22.00 Uhr auf WDR4
„American Patrolman“ – Ein Glenn Miller-Special
Goldene Schallplatten für Millionenverkäufe bekommen heutzutage Popstars wie Madonna oder Sting, aber nicht Jazzmusiker oder Tanzorchester. Die erste aller goldenen Scheiben gewann jedoch ausgerechnet ein Spätzünder, der sein Musikstudium abgebrochen hatte und laut Benny Goodman „als Posaunist nur ein kleines Licht war – und das wusste er“. Glenn Miller (1904-1944) erhielt vor fast genau siebzig Jahren, am 10. Februar 1942 die erste Goldene für seinen Riesenhit „Chattanooga Choo Choo“, eine der großen Hymnen der Swing-Ära. Miller war ein „late bloomer“, ein Spätberufener, der erst mit 34 Jahren endlich erste Erfolge verzeichnen konnte. Das Radio machte seinen einzigartigen Sound mit einer Klarinette vor dem Saxofonsatz populär. Eine Serie von Singles für RCA Victor katapulierte sein Orchester an die Spitze der höchstbezahlten Swing-Bands. Aus Patriotismus löste er seine Bigband jedoch 1942 auf und ging zur US-Luftwaffe, um den Nationalsozialismus mit seinen Mitteln zu bekämpfen. Sein „Army Air Force Orchestra“, das teilweise in den Londoner Abbey Road Studios aufnahm, wurde Millers Wunderwaffe. Es verströmte deutlich mehr Jazzfeeling als seine früheren Bands und zementierte den Nachruhm des unvergessenen Bandleaders, dessen Karriere auf einem Flug von London nach Paris jäh endete. |
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