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Dienstag, 10. Februar 2015
Juan Allende-Blin „Wunde am Ende der Zeit“
Der Radiokomposition „Wunde am Ende der Zeit“ über den bitteren Nachhall des Krieges legt der in Essen lebende, chilenische Komponist und Radiomacher Juan Allende-Blin (* 1928) zwei Gedichte zu Grunde: „Wunde“ von August Stramm und „Am Ende der Zeit“ von Rose Ausländer. Der Expressionist August Stramm starb im Schützengraben des Ersten Weltkriegs. Aus seinem posthum erschienenen Gedichtband „Tropfblut“ entstammt das Gedicht „Wunde“. Rose Ausländer überlebte die systematische Vernichtung durch die Nazis im Ghetto Czernowitz und dichtete eine Poesie der zerbrochenen Sehnsucht. Konfrontiert werden die Gedichte mit internationalem O-Tonmaterial aus Radioreportagen von den Schlachtfeldern des 20. und 21. Jahrhunderts sowie kontrapunktiert mit neuen instrumentalen und vokalen Texturen. Mitwirkende sind Fritz Lichtenhahn, Silvia Weiss, Evelin Degen, Andreas Roth, Raimund Adamsky und Juan Allende-Blin.
Wunde am Ende der Zeit |