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Samstag, 27. Februar 2016
Radiotipps 27.2.2016
00.05 Uhr Deutschlandfunk Lange Nacht 12.05 Uhr WDR 3 Kulturfeature 17.05 Uhr Ö 1 Diagonal - Radio für Zeitgenoss/innen 18.05 Uhr Deutschlandradio Kultur Feature 19.05 Uhr HR 2 Live Jazz 22.03 Uhr SWR2 Jazztime 22.05 Uhr WDR 3 Open Sounds 22.05 Uhr Deutschlandfunk Atelier neuer Musik 23.04 Uhr RBB kulturradio "Jazz Units 2015" 23.05 Uhr Deutschlandfunk Lange Nacht 23.05 Uhr Bayern2 Nachtmix 23.05 Uhr HR 2 "The Artist's Corner" Freitag, 26. Februar 2016
Heute Abend 22.05 Uhr NDRInfo
"Song For My Father" Portrait über Avishai Cohen Eine Sendung von Karl Lippegaus
Die New York Times lobt ihn als einen "extravaganten Trompeter, entspannt und soulful, jemand der Sinnlichkeit und Flair ausstrahlt." Avishai Cohen ist aktiv bei den 3 Cohens, einem erstaunlichen Sextett mit seinen Geschwistern Anat (Klarinette) und Yuval (Saxofon), sowie im SF Jazz Collective. Das Mark Turner Quartet, sagt er, sei aber die einzige der vielen Formationen, in denen er in den letzten Jahren aktiv war und wo er weiter mitmachen möchte. Treffend formulierte seine Schwester Anat, eine exzellente Klarinettistin, in welchem Universum sich beide heute bewegen: “Ich finde, die israelischen Musiker sind sehr verbunden mit ihren Instrumenten, und mit Tradition dieser amerikanischen Kunstform, die man Jazz nennt. Mir fällt auf, dass viele von ihnen nicht davor zurückschrecken, sich mit anderen Kulturen der Welt zu befassen und sich ins Zentrum einer anderen Kultur begeben, um sie zu absorbieren und - sozial und musikalisch - mit ihr zu verschmelzen.“ Folkore prägt Jazz. Schwarze Nächte Kein Zweifel, Avishai Cohen ist längst "angekommen" - als Leader, Co-Leader und Sideman. "Dark Nights" heißt sein siebtes Album, im Trio mit Bassist Omer Avital und Drummer Nasheet Waits, das er Triveni nennt - wie den Zusammenfluss dreier Ströme. Für seinen italienischen Kollegen Enrico Rava ist er "mein Favorit unter den jungen Trompetern". Avishai Cohen wurde in Tel Aviv geboren und gab schon als Zehnjähriger vor einer Bigband sein erstes Konzert. Er tourte mit dem Young Israeli Philharmonic Orchestra unter Zubin Metha, Kurt Masur und Kent Nagano. Daneben arbeitete er viel mit Folk- und Popkünstlerin und reiste in die USA mit einem Stipendium an der Berklee School of Music. Song for my father 1997 gewann der heute in New York lebende Künstler die Thelonious Monk Trumpet Competition. Doch erst fünf Jahre später erschien sein fulminantes Debütalbum "The Trumpet Player", von da an ging's weiter bergauf. In diesen Tagen erscheint ein Album Avishai Cohens, das für ihn eine ganz besondere Bedeutung hat: es ist eine Elegie auf seinen Vater, der kurz vor den Aufnahmen verstarb. Keiner der beteiligten Musiker, nicht mal Avishai selbst, hatte die neuen Stücke gehört, bevor man gemeinsam mit dem Produzenten Manfred Eicher das Studio La Buissonne in der Provence betrat. (c) Text. Karl Lippegaus Radiotipps für den 26.2.2016
Hallo zusammen !
Hier so die Stichworte für heute Abend ! Avishai Cohen, Burkhard Reinartz, Fritz J. Raddatz, Julia Neupert, Karl Lippegaus, Kurt Weill, Thomas Meinecke 262.2.2016 Viel spass beim anhören ! Radiotipps für den 26.2.2016
20.04 Uhr Deutschlandradio Kultur Konzert 20.10 Uhr Deutschlandfunk Das Feature 22.05 Uhr NDRINfo Jazz Special 22.30 Uhr WDR 3 Jazz & World 23.05 Uhr Bayern2 Nachtmix 23.30 Uhr SWR2 NOWJazz Update Donnerstag, 25. Februar 2016
Heute Abend 22.03 Uhr SWR 2
Das Vijay Iyer Trio im Karlstorbahnhof Heidelberg 2015 (1) Spannende Interaktionen
2015 war ein großes Jahr für Vijay Iyer. Der amerikanische Pianist mit indischen Wurzeln veröffentlichte sein Album "Break Stuff" und landete mit diesem Werk in zahlreichen "Best-of"-Listen. Dies nicht von ungefähr: Denn gemeinsam mit dem Bassisten Stephan Crumb und dem Schlagzeuger Marcus Gilmore gelingt es Iyer, das Piano-Trio in eine neue Dimension zu heben. Im Heidelberger Karlstorbahnhof präsentierte sich das Vijay Iyer Trio in hervorragender Spiellaune. Dabei hatte es wenige Stunden zuvor noch sehr schlecht ausgesehen für den Auftritt. Ein Stromausfall am Flughafen in Brüssel zwang die Musiker, sich in aller Eile einen Mietwagen zu leihen und die 450 km nach Heidelberg zu hasten. Ankunft: knapp vor Konzertbeginn. Von derlei Tour-Stress war beim Auftritt des Iyer-Trios allerdings nichts zu spüren. "We've survived the day", sprach ein überglücklicher Pianist ins Ansagemikro am Ende eines umjubelten Konzertabends. Heute Abend 21.05 Uhr Deutschlandfunk Jazzfacts
"Wie von Geisterhand" Ein Porträt des belgischen E-Pianisten Jozef Dumoulin Mit Karl Lippegaus
Anfangs wollte Harold Rhodes nur eine transportable Alternative zum Klavier erfinden, um Soldaten bei der
US-Armee die Möglichkeit zum Musizieren zu garantieren. Bereits im Zweiten Weltkrieg tüftelte er aber an einem transportablen elektrischen Klavier. 1965 war endlich der Prototyp fertig, doch vergingen nochmal Jahre, bis das Fender Rhodes E-Piano sich durchsetzte. Vor allem im Jazz - auf legendären Alben wie Bitches Brew von Miles Davis, bei Weather Report virtuos gespielt von Joe Zawinul, in Chick Coreas Return to Forever oder bei Herbie Hancocks Headhunters. Das Rhodes-Piano prägte den Sound des Jazz-Rock wie kein anderes Instrument. Obwohl es nicht mehr gebaut wird und in den 80er-Jahren in Vergessenheit geriet, besteht seit etwa 20 Jahren eine große Nachfrage nach den alten Modellen. Pianisten wie Chick Corea oder auch George Duke, der faszinierendste Keyboardmann Frank Zappas, modifizierten den Fender Rhodes-Sound durch Ringmodulator und andere Effektgeräte. Heutzutage ist der Belgier Jozef Dumoulin auf den Spuren der großen Vorgänger. Seine Rhodes-Klänge hängen manchmal in der Luft wie tiefe Wolken über einer endlosen Wasserfläche. Die gefühlvoll verzerrten Töne rauen glockenähnliche Akkorde auf und werden in Echtzeit vom Computer weiterbearbeitet. Dumoulin verbindet Soundscaping mit spontaner Improvisation und erforscht die Parameter von Klang, Raum und Zeit. (c) Text: Karl Lippegaus Mittwoch, 24. Februar 2016
Heute Abend 21.05 Uhr WDR 4 Swing Easy !
“Sax No End” - Die Kenny Clarke - Francy Boland Big Band (Teil 1) Mit Karl Lippegaus
"Wie alles, was sich gegen wechselnde Moden und Trends behauptet, ist es ein Grund zum Feiern, dass diese Band überhaupt existiert hat.“ Schreibt der britische Jazzkritiker Bob Houston über jenes glorreiche Ensemble, das die Clarke-Boland Big Band darstellte, von seinen Fans weltweit kurz C-BBB genannt. Es war eine fantastische von Köln aus operierende Bigband, mit ihrem Manager Gigi Campi und zwei Bandleadern: dem Drummer Kenny Clarke und dem Pianisten/Komponisten/Arrangeur Francy Boland. Während der eine die treibende Kraft bildete, war der andere richtungsweisend für den Kurs der Musik des CBBB. Ein Schwarzer und ein Weißer, ein Amerikaner und ein Belgier aus Genf. Große Suiten wie „Fellini 712“, „Faces“, „Cuban Fever“ und „Change Of Scenes“ aus der Feder Francy Bolands entstanden. Sie brachten dieses hochkarätig besetzte Ensemble mit Musikern aus ganz Europa und den USA auf die Landkarte des Jazz. Boland schrieb wie Ellington gezielt für die großen Solisten des Orchesters. Und für illustre Gäste wie Stan Getz, Dexter Gordon, Sarah Vaughan („die aufregendste Band, die ich seit Jahren gehört habe“). Oder für den Solisten Dizzy Gillespie, für den sein Freund Kenny Clarke ein Meistertrommler und „a number-one human being“ war. Nachdem „Klook“ sich 1956 in Paris niedergelassen hatte, gab er dem Jazz in Europa entscheidende Impulse. „Ich fand Schlagzeugsoli immer doof. Stets konzentrierte ich mich auf die Begleitung.“ Die ersten Aufnahmen entstanden 1961 für das Atlantic-Label. Zu den Meisterwerken aus 35 LPs der Clarke-Boland Big Band gehören Alben wie „All Smiles“ (´68) und „More Smiles“ (´69). Kenny Clarke fand immer, dass es in Europa genauso gute Musiker im Jazz gab wie in den USA. In enger Partnerschaft mit dem genialen Francy Boland setzten dieses ungleiche Paar, ihr Katalysator Gigi Campi und ihre fantastischen Musiker den Beweis dafür in die musikalische Tat um. (C) Text: Karl Lippegaus Teil 2 folgt am 6. April: Francy Boland, “The Composer” Sonntag, 21. Februar 2016
Heute Abend 23.03 Uhr auf SWR 2 "Die Blaue Stunde" Chiffren einer poetischen Farbe
Mit Harry Lachner
Für den Dichter Gottfried Benn war es das "Südwort" schlechthin: Blau, eine Chiffre für die Sehnsucht, die Weite, das Grenzenlose, Utopische. Dieser positiv besetzten Bedeutung steht allerdings eine andere gegenüber: der Blues, jenes tönende Zeichen einer tiefgründenden Melancholie. Beide Aspekte finden sich in Derek Jarmans Film "Blue" vereint: Wir sehen keine Bilder mehr, sondern nichts als eine intensiv strahlende, blaue Leinwand. Alles, was es zu erzählen gibt, spielt sich in den Texten und in den Ton-Collagen ab. Tatsächlich erzählt "Blue" vom Ende der Bilder, vom Schwinden des Augenlichts. So wird diese Farbe nun für den Betrachter zu einer Projektionsfläche für das Schreckens-Szenario, das jeder in sich trägt: Krankheit, Verfall, Tod. Zugleich aber öffnet diese Farbe für Derek Jarman, wie er sagte, die Tür zur Seele; in ihr, diesem strahlenden Blau, erkannte er jenen Moment, "wenn Finsternis sichtbar wird". link (0 Kommentare) kommentieren Freitag, 12. Februar 2016
Heute Abend 22.05 Uhr WDR 3 Jazz & World
"Tzadik" Eine Werkstatt der jüdischen Jazz-Avantgarde: Vor 20 Jahren gründete John Zorn sein Plattenlabel Tzadik mit Karl Lippegaus
Den 62-jährigen John Zorn noch immer als "enfant terrible" der aktuellen Musikszene zu bezeichnen wäre grotesk. Längst hat sich der New Yorker auf breiter Front etabliert: als Komponist, Produzent, Label-Macher,Bandleader und mehr. Jetzt feiert sein Label Tzadik 20. Jubiläum. Alles begann in den 1970er-Jahren, als John Zorn als ein Katalysator in der sogenannten "downtown"-Szene wirkte und sich weltweit ein Publikum schuf, das beileibe nicht nur Jazz konsumiert. Da war einerseits sein "grenzenloser"Musikgeschmack, das Auflösen von Geschmacksgrenzen zwischen Hardbop undSpeedmetal, Noise und Neuer Kammermusik; andererseits fand Zorn auch neue Kompositionstechniken, die nicht nur der improvisierten Musik neue Impulse gaben. Nach bahnbrechenden Alben wie "The Big Gundown" und "Spillane", war die Gründung eines eigenen Plattenlabels nur ein logischer Schritt. Mitte der 1990er-Jahre gründete John Zorn sein Label Tzadik Records, benannt nach dem Zaddik, der Bezeichnung für einen Rechtschaffenen im Chassidismus. Werkstatt der jüdischen Jazz-Avantgarde Mittlerweile sind Hunderte von Alben auf dem Label erschienen, die laut dem Posaunisten und Musiktheoretiker George Lewis Zorns "extreme Offenheit gegenüber neuen Ideen" reflektieren. Zorn selbst hat auf seinem Label über 30 eigene Produktionen verwirklicht. Die Tzadik-CDs und DVDs erscheinen in Sparten wie "Radical Jewish Culture", "Composers Series", "New Japan" und "Lunatic Fringe". Als "lunatic fringe" – Extremist, Fanatiker – verortet Zorn sich gerne selbst. "Es gibt nur einen John Zorn, aber das wofür ich stehe, wird bewirken, dass es mehr Leute wie mich geben wird, denn es ist ein so reiches, aufregendes, kreatives Dasein." Dienstag, 9. Februar 2016
Radiotipps für den 10.2.2016
Hallo zusammen !
Dietmar Dath / Felix Kubin / Heinz Holliger / Pablo Neruda / Helmut Lachenmann / Tristan Murail / Hanspeter Kyburz / Luca Francesconi / Ultraschall Berlin 2016 / Paolo Fresu / Karl Lippegaus / Dmitri Schostakowitsch / Johannes Boris Borowski / Yves Chauris / Jay Rutledge .... 10.2.2016 Und viel spass beim anhören ! ... Ältere Stories
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