radiohörer - der blog für radiofans
Dienstag, 13. März 2012
Nat ‚King’ Cole: „Trio Con Brio“
Swing Easy! am 14.3. um 21.05Uhr auf WDR4 mit Karl Lippegaus
Als er 1965 im Alter von 45 Jahren starb, war Nathaniel Adams Coles bereits eine amerikanische Legende. Vom Wunderkind im Jazz bis zum Megastar war es jedoch ein langer steiniger Weg.

In Chicagos vibrierender Jazzszene hatte er rasch Fuß fassen können und ein fantastisches Trio formiert, dessen Musik im Zentrum der heutigen Ausgabe von Swing easy! steht.

Nat ‚King’ Coles großes Talent als Pianist wurde leider rasch überschattet von seinem späteren Ruhm als (Pop-)Sänger. Im Fach Jazzgesang leistete er wenig Bahnbrechendes – „Mona Lisa“ wurde sein Nr. 1- Hit und markierte den Wendepunkt.

Karl Lippegaus erzählt aus dem Leben des Musikers, dessen große Talente als Jazzpianist erst von seinem Kollegen Oscar Peterson wieder stärker gewürdigt wurden: „With Respect To Nat“ hieß 1965 die Widmung des kanadischen Tastenvirtuosen an den toten Freund, der durch seinen entwaffnenden Charme einer dunklen Ära der amerikanischen Geschichte etwas Glanz verliehen hatte.

Am 17. März wäre Nat ‚King’ Cole 95 Jahre alt geworden.

link

Radiotipps für den 14.3./15.3. und den 16.3.
Hallo zusammen!

Manchmal rinnt einem die Zeit durch die Finger wie feiner Sand ...
Alles was in den nächsten Tagen im Radio läuft, findet ihr hier.
Viel Spass beim einschalten und anhören !

link

"Umdeuter des Comic"
Jean Giraud alias Moebius ist tot
Lange war das Format des Comic ein verachtetes. Der Franzose Jean Giraud alias Moebius etablierte es als Kunstform. Er gilt als einer der bedeutendsten Comiczeichner der Welt, beeinflusste die Comic-, Kino- und Science-Fiction-Ästhetik maßgeblich.
Am 10. März 2012 starb er in Paris.
Der frühere Kulturminister Jack Lang würdigte den Verstorbenen als eine "Ikone des Comics", dessen Werk "farbenfroh, eklektisch und vielgestaltig" gewesen sei.
Unter dem Titel "Moebius - Zeichenwelt" brachte der Autor Andreas Platthaus 2003 eine Monografie über den Zeichner heraus. Er beschreibt darin auch die Anfänge des Künstlers, der 1963 unter seinem bürgerlichen Namen Jean Giraud beziehungsweise unter dem Kürzel "Gir" in René Goscinnys Comic-Magazin "Pilote" sein Debüt mit der Serie "Blueberry" gab. Das Werk um einen US-amerikanischen, trinkfesten und fluchenden Kavallerie-Leutnant war Ausdruck seiner Liebe zum Western und machte Giraud berühmt. Der Held der Serie, Mike Blueberry, avancierte zum 1968er-Helden und wurde vor allem von Studenten begeistert aufgenommen. In den 1970er Jahren kam dann die Space-Saga "John Difool" heraus. Während Giraud mit "Blueberry" die Vollendung eines Genres betrieb, bemühte er sich ab den 1970er Jahren als Moebius um einen vollständigen Umsturz der Prinzipien des Comics, so Platthaus. Nicht die handwerkliche Perfektion sollte dabei im Mittelpunkt stehen, sondern Spontaneität und künstlerische Individualität.

Quelle: 3sat Kulturzeit vom 12.3. Nachruf
weiter hier lesen

link

Montag, 12. März 2012
Radiotips für den 13.3.
Hallo zusammen !

Umstände halber, der Zeit geschuldet, die ich nicht habe, gibt es die Tipps nur für 1 Tag. Der ist aber wieder voll bis oben hin ... aber seht selbst
Viel spass beim anhören!

link

Sonntag, 11. März 2012

link

Heute Nacht in den Klanghorizonten: zum Beispiel der pfeifende Violinist Andrew Bird, der Sprache in Musik verwandelnde Gerry Diver, eine Cello-Solo-Platte, oder auch ein Klagelied mit ozeanischen Sounds
am 12.3. um 01.05Uhr auf DLF
Andrew Bird’s Break It Yourself continues the balancing act that he has carried on for much of his career: celebratory, upbeat music paired with lyrics that drip with heavy subject matter.

“I’ve been playing around with that before I started making records — the lightness and the dark,” Bird says. “I think that dark on dark is kind of boring, but the juxtaposition is what we call melancholy. That’s the basis of most music, really. I’ve always liked that contrast

link

John Cale zum 70.
"Radikal vielseitig"
Von Diedrich Diederichsen

So ziemlich jedes Musik-Genre wurde schon von ihm bespielt. Der Waliser John Cale ist sowohl Rock-Musiker, Dirigent, Produzent von Filmmusik und auch Hobby-Historiker. Zusammen mit Lou Reed gründete er in den 60ern die Band "Velvet Underground", die bis heute die meist kopierte Rock-Band aller Zeiten ist.

Vor knapp vier Jahren gab es im abgelegenen walisischen Pavillon der Venedig-Biennale eine Fünf-Kanal-Video-Installation, in der nicht nur eine spröde Kamera Backsteinwände in Spukhäusern absuchte, sondern auch ein Männerkörper sich der berüchtigten Foltermethode des Waterboarding unterzieht. Das Haus war das Geburtshaus des Künstlers im walisischen Garnant, der geschundene Körper gehörte ihm auch. Der Autor dieser Installation hatte in der Welt der Klänge schon so ziemlich jedes Genre bespielt und jede Rolle eingenommen, als Bildender Künstler war der Mittsechziger ein Debütant; als einer der bekanntesten bekennenden Waliser aber dennoch eine nahe liegende Wahl für den nationalen Pavillon: John Cale.

mehr hier
Quelle: Süddeutsche Zeitung 9.3.2012

oder hier: John Cale Tribut

link (0 Kommentare)   kommentieren